#ZehnTageZehnFakten: Durchgangsverkehr regulieren!

Veröffentlicht am 18.05.2019 in Allgemein

Maximiliansau und Wörth sind die letzten beiden Orte vor der Rheinbrücke. Im besten Fall fließt der Verkehr – nicht ganz geräuschlos – an uns auf der A65/B10 und B9 vorbei. In den vergangenen Jahren hat der Individualverkehr stetig zugenommen. Die Folge ist, dass die Verkehrsteilnehmer bei Stau oder bei normalen Berufsverkehr Schleichwege durch unsere Ortsbezirke nehmen. Der Durchgangsverkehr in den Morgenstunden oder zum Schichtwechsel hat enorm zugenommen und führt zu verstopften Straßen, Lärm und Abgasen. Im schlimmsten Fall haben Rettungskräfte kein Durchkommen. Dagegen hat Bürgermeister Dr. Nitsche mit den Ortsvorstehern Heilmann und Schaaf entschlossen gehandelt. [Lesen Sie hier weiter]

Dem entschlossenen Handeln von unserem Bürgermeister und der Verwaltung haben wir zu verdanken, dass während der Sanierung der Rheinbrücke die Situation nicht noch schlimmer ist. Denn die Schließung der Ortseinfahrt von Hagenbach kommend hat dazu geführt, dass viele Kfz-Fahrer, die das Verbot missachtet haben, erstmals auf das Bestehen und Durchsetzung des Verbots aufmerksam wurden. Dies führte – wie auch die CDU in ihrer Mitteilung schrieb – zu einer Abnahme des Schleichverkehrs.

Das Problem ist, dass ohne eine sinnvolle und vor allem dauerhafte Begrenzung des Durchgangsverkehrs jederzeit wieder der alte Zustand droht: Maximiliansau versinkt im Stau – dies zeigt sich auch gegenwärtig wieder. Aus diesem Grund stehen wir nach wie vor hinter der Lösung der Schleichverkehr-Problematik mittels Schrankenanlage.

Bislang werden Durchfahrtverbote vor allem zur Abschirmung von historischen Alt- und Innenstädten genutzt, der für Maximiliansau nötige Entwurf ist etwas ganz Neues. Selbstverständlich ist dabei, dass Verwaltung und Bürgermeister geordnet und planvoll vorgehen – und dass anstehende Hürden rechtskonform gemeistert werden. Wir begrüßen auch die Transparenz im Verfahren: Die Verwaltung kommuniziert sofort, wenn es Verzögerungen oder Neuigkeiten gibt und erläutert diese in Medien, im Amtsblatt sowie in Stadtratssitzungen. Dass nun bei der Ausführung der bereits von der Stadt beauftragten Baumaßnahme unerwartete Probleme auftraten ist natürlich ärgerlich – wir sollten dem Bürgermeister und der Verwaltung und dem unterstützenden Planungsbüro aber die Zeit geben, auch diese Hürde zu meistern.

Im Übrigen ist es deutlich effektiver und kostengünstiger, eine technische Schrankenanlage einzusetzen anstelle von personalintensiven Polizeikontrollen, die nach Aussage der Polizeidirektion in der Häufigkeit auch gar nicht leistbar sind.

Wir sollten auch nicht vergessen: Die Baukosten für die Kreisverkehre sind gut angelegtes Geld, denn ein ausgebauter Kreisverkehr ist ansprechend und regelt den Verkehr auch außerhalb der Sperrzeiten der Schranken. Die CDU selbst hat übrigens vor einigen Jahren den Kreisverkehr an der Pfortzer Str./Cany-Barville-Straße gefordert, damals wurde dies einvernehmlich bis zu den Sanierungsarbeiten an der Cany-Barville-Straße zurückgestellt. Die Kosten für die Einfahrtgenehmigung liegen übrigens bei 35 Euro – für 3 Jahre und inklusive der Chipkarte! Das sollten uns die Ruhe und Luftreinhaltung sowie die deutlich verbesserte Sicherheit des örtlichen Verkehrs wert sein.

Wir begrüßen daher, dass nach jahrzehntelangem Stillstand nun endlich Bewegung in die Sache kommt und der Bürgermeister und die Verwaltung den Mut beweisen, mit unkonventionellen Vorschlägen die Sache in den Griff zu bekommen. Weiter so!

Und darüber hinaus gibt es in Europa unterschiedliche Städte, die ein (temporäres) Fahrverbot eingeführt haben. Zu diesem Zeitpunkt waren Gewerbetreibende und einige Bürger von solchen Ideen nicht begeistert - zwischenzeitlich aber, hat man sich von dem Gegenteil überzeugen können:

"Es ist langsamer, entspannter und deutlich leiser" hört man zum Beispiel aus Gent (Belgien); und weiter: "Im Jahr 2017 schränkte die Stadtverwaltung den Autoverkehr noch stärker ein, 72 Prozent der Einwohner unterstützten den Plan."  

 
 

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