Büchelberg: Vorgehen der Kreisverwaltung gegen Holzlagerung wirft Fragen auf

Veröffentlicht am 01.04.2019 in Kommunales

Sprachlosigkeit und Unverständnis herrscht in Büchelberg angesichts des Vorgehens der Kreisverwaltung bzgl. der Holzlagerung im Außenbereich. Dieses Vorgehen ist aus Sicht vieler Büchelberger weder mit dem Arten- und Naturschutz noch mit einem respektvollen Umgang vereinbar. Dagegen hat sich nun ein breiter Widerstand gebildet. Ortsvorsteher-Kandidat Dris Gogel und weitere Bürgerinnen und Bürger haben sich nun an die Umweltministerin des Landes gewandt. [Lesen Sie hier weiter]

 

Die Kreisverwaltung zwingt Büchelberger Bürgerinnen und Bürger, die auf ihrem Privatgrundstück im Außenbereich Holz lagern, dieses unter Androhung von mehreren tausend Euro Zwangsgeld innerhalb von drei Monaten zu beseitigen. Aus Sicht der SPD Wörth am Rhein ist das Vorgehen der Kreisverwaltung Germersheim gegen die Bürgerinnen und Bürger fragwürdig. Seit Jahrhunderten ist Büchelberg als Rodungsinsel von lagerndem Holz geprägt, dies ist Teil des Kulturguts und fördert nachweislich die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Holz als nachwachsender Rohstoff ist zudem ein besserer Brennstoff als Öl oder Gas, das die Alternative darstellt.

 

Signal an alle Bürgerinnen und Bürger im gesamten Kreis

 

In Büchelberg aber auch in Freckenfeld schafft die Kreisverwaltung Präzedenzfälle: Jahrzehntelang wurden Holzlager und Hütten missachtet. Für einige der Bauten gibt es sogar Baugenehmigungen aus dem letzten Jahrhundert, lediglich marginale Änderungen in den vergangenen Jahren veranlassten nun die Kreisverwaltung zur Aussendung der Verfügungen mit mehreren tausend Euro an Zwangsgeldern. Die Verfügungen lassen den Grundstückseigentümern lediglich drei Monate Zeit zur Beseitigung. Für Senioren und Familien, die mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz voll- und teilweise heizen, ist dieses Vorgehen nicht akzeptabel, insbesondere da keinerlei Hilfestellungen oder Gespräche erfolgten.

Dieses Vorgehen ist zugleich ein Signal an alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Germersheim, die im Außenbereich Holz lagern.

 

SPD fordert mehr Augenmaß und Handlung im Ermessensspielraum

 

Die SPD fordert, dass die Kreisverwaltung hier nicht mit dem eisernen Besen durch die Flure kehrt, sondern mit Bedacht, Anstand und Vernunft! Und wenn eine Biologin bestätigt, dass in den Holzlagern und in den bestehenden Hütten seltene und gefährdete Tierarten Schutz und ihren Lebensraum finden, erreicht der Landrat doch gerade das Gegenteil von dem, was er eigentlich erreichen möchte: Er zerstört den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten.

„Ohne Frage stehen auch wir für Ordnung und Recht, allerdings kann niemand eine Verwahrlosung der Landschaft oder die Zerstörung von Lebensraum wollen, der sich für den Naturschutz einsetzt!“ so Mario Daum, Vorsitzender des SPD Stadtverbands Wörth am Rhein. „Ein Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie die Vereinbarung eines geordneten Verfahrens wären der richtige Weg gewesen, anstatt die Menschen vor den Kopf zu stoßen und zugleich die Artenvielfalt zu riskieren. Wir fordern, dass die dezentrale Holzlagerung auf privatem Grund und mit Genehmigung auch auf öffentlichen Grund möglich bleiben muss!“ so Daum weiter.

 

Die SPD Wörth am Rhein unterstützt die Forderungen der Interessengemeinschaft unter Führung von Ortsvorsteher-Kandidat Dris Gogel

 

Zwischenzeitlich hat sich eine Interessengemeinschaft gefunden, die sich mit einem offenen Brief an die rheinland-pfälzische Umwelt- und Forstministerin Höfken wandte. Die Interessengemeinschaft unter Führung von Ortsvorsteher-Kandidat Dris Gogel verweisen auf die Besonderheiten von Büchelberg in Sachen Holzlagerung und äußern den Wunsch auf weiteren Erhalt der Holzstapel. Unverständnis besteht vor allem darin, dass an der einen Stelle die Holzlagerung genehmigt wurde und an anderen Zwangsgeldern von 10.000 Euro angedroht wurden. Anhand eines Exposés von Frau Dr. Astrid Schnakenberg wird zudem verdeutlicht, für welche unterschiedlichen und teils bedrohten Tierarten die Holzlagerstätten ein idealer Lebensraum darstellen.

 

Hier steht das Schreiben an Frau Ministerin Höfken zum Download zur Verfügung.

 

Hier können Sie das Exposé von Frau Dr. Astrid Schnakeberg herunterladen.

 
 

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