An zahlreichen Grundstücken entlang der Hans-Martin-Schleyer-Straße weisen von Verkehrslärm und Abgasen geplagte Bürger auf die problematische Situation hin. Mit Aufrufen wie „Herr Seiter von der CDU, wann gibt’s in Wörth endlich Ruh“ drücken die Bürger ihren Unmut unmissverständlich aus.
Wenngleich der Vorschlag der SPD für ein Durchfahrtverbot für schwere LKW an der Ratsmehrheit gescheitert war, lassen die Sozialdemokraten nicht locker. Angeführt von Ortsvorsteher Roland Heilmann, dem Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Faust und dem Spitzenkandidaten Joachim Paul stellten sich die Sozialdemokraten einen Nachmittag lang mit Plakaten an der Schleyer-Straße auf. Ziel der Aktion war neben der Förderung des Bewusstseins der Verkehrsteilnehmer für die Belastung der Anwohner auch die Unterstützung des Protests. Die SPD betont, dass sie nicht Front machen will, gegen die LKW-Fahrer, die oftmals nicht ortskundig sind und ihrem Navigationsgerät folgen. Vielmehr geht es um eine Verbesserung der Ausschilderung sowie ein allgemeines Durchfahrtverbot für schwere LKW, das auch in Navigationsgeräten verzeichnet würde. Zudem dürfen Speditionen, die freiwillig den Umweg über B10/A65 in Kauf nehmen um die Anwohner zu entlasten keine Nachteile (Maut, Wegstrecke) haben gegenüber Wettbewerbern, die aus Kostengründen die Durchfahrt bevorzugen. Die Reaktionen der Verkehrsteilnehmer auf die SPD-Aktion waren außerordentlich positiv: Zahlreiche Bürger zeigten mit gestrecktem Daumen, dass sie das Anliegen unterstützen.
Dr. Dennis Nitsche, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands