Wörth geht im Lärm unter – SPD entsetzt über Güterzugpläne

Veröffentlicht am 27.01.2015 in Allgemein

Die Ortsteile Wörth und Maximiliansau leiden bereits heute massiv unter Lärmbelastungen durch B9, B10 und A65 und insbesondere unter den werktäglichen Verkehrstaus. Wie aus der Zeitung (Rheinpfalz vom 21. und 22.01.2015) erfahrbar, soll nun noch eine „Güterzug-Lawine“ auf die Bürgerinnen und Bürger zurollen, die Stadt Wörth als Bahnknotenpunkt und Durchfahrtsort wäre davon massiv betroffen. Sollte sich diese Meldung bewahrheiten, wäre dies eine weitere schwerwiegende Verschlechterung der Lebensbedingungen für die ohnehin bereits geplagten Bürgerinnen und Bürger von Wörth und Maximiliansau.

„Die SPD Wörth macht sich bereits seit Jahren für eine Verbesserung des Lärmschutzes entlang B9, B10 und A65 stark. Alle bisherigen Vorstöße und Vorschläge wurden abgewiegelt oder ausgesessen, eine ernsthafte eigene Initiative der Stadt, auch zur Einbringung von freiwilligen eigenen Mitteln, war nicht zu erkennen. Bis heute gibt es keinerlei Schutzmaßnahmen“, kritisiert der Vorsitzende des SPD Stadtverbands, Dr. Dennis Nitsche. „Nun droht uns auch noch massiver Schienengüterverkehr – die Lage wird also immer schlimmer statt besser!“ Als besonders bedauerlich empfindet die SPD Wörth, dass sie aus der Presse von dieser Entwicklung erfahren musste – es stellt sich die Frage, wie es erfahrenen Kommunalpolitikern wie Bürgermeister Seiter und Landrat Brechtel entgangen sein konnte, was die Bahn wirklich im Schilde führt. War es nur Blauäugigkeit, bei der Sanierung der Bahnanlagen in Wörth weitgehend auf Schallschutz zu verzichten? Hätte das Vorhaben der Bahn angesichts der baulichen Auslegung von Experten nicht erkannt werden müssen?

Die Deutsche Bahn hat sich diese Streckenführung nicht erst gestern einfallen lassen – damit erscheinen alle Ertüchtigungsmaßnahmen der jüngsten Vergangenheit in einem ganz anderen Licht. Bis gestern haben die Bürgerinnen und Bürger sich noch über die neue S-Bahn-Strecke gefreut, heute bringt sie Wörth den Untergang im Güterzuglärm. „Ich halte es weiterhin für ein schweres Versäumnis, dass das Thema Lärmschutz in Wörth nicht vorankommt. Nun erhalten wir die Quittung dafür, dass dem Thema Lärmschutz von der Stadtspitze und der Verwaltung keine Priorität eingeräumt wurde“, stellt Dr. Nitsche fest. „Wehklagen hilft uns nun nicht mehr weiter – wir müssen gemeinsam versuchen, das Schlimmste zu verhindern und die bestmögliche Lärmschutzlösung an Straßen und Schiene für die Bürgerinnen und Bürger zu finden.“

Die SPD ruft daher alle Fraktionen im Wörther Stadtrat dazu auf, ihre Sichtweisen auf die Lärmbelastung der Bürgerinnen und Bürger zu überdenken. „Wir werden es nur gemeinsam schaffen, den Lärm von Straße und Schiene einzudämmen. Ich bitte die anderen Fraktionen dringend darum, bei diesem Thema Parteipolitik und Wahlen außen vor zu lassen und zu einem konstruktiven Dialog zu kommen“, betont Joachim Paul, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat. Wörth droht zur unattraktivsten Stadt der Südpfalz zu werden, mit allen negativen Folgen für die Ortsentwicklung. Bund und Land sowie Deutsche Bahn stehen primär in der Verantwortung den Lärmschutz zu verbessern, aber auch die Stadt Wörth wird einen Beitrag leisten müssen zum Wohle ihrer eigenen Bürgerinnen und Bürger. „Dauerbeschallung mit Lärm stellt eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar und mindert die Lebensqualität. Wir müssen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und - gemeinsam mit Ihnen! - dringend ein Lärmschutzkonzept erarbeiten und dann geeignete Schutzmaßnahmen rasch umsetzen“, beschreibt Dr. Nitsche die erforderlichen Schritte.

 

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