SPD-Ortsbegehung in Schaidt führt zu Brennpunkten der Ortsentwicklung

Veröffentlicht am 11.08.2015 in Allgemein

Bei der traditionellen Ortsbegehung der SPD in Schaidt kamen brennende Themen zur Sprache: Bei der ersten Station im Industriegebiet Schaidt wurde intensiv über die weitere Entwicklung diskutiert. Das Vorhaben, kleine Parzellen am Rande so weit wie irgendmöglich zu vermarkten, das Naturschutzgebiet im Kern aber zu belassen, fand keine Zustimmung. „Wir sollten alles dafür tun, wieder zu einem ordentlichen Industriegebiet zurückzukehren“, betonte der Bewerber für das Amt des Bürgermeisters, Dr. Dennis Nitsche. „Flickschusterei hilft uns nicht weiter, man sollte die Dinge entweder richtig machen oder besser sein lassen“, sagte Peter Gast, der die bisherige Entwicklung für die Teilnehmer zusammenfasste.

Eine Begehung der Sporthalle Schaidt bildete den zweiten Punkt des Tages. Die Sporthalle  muss aufgrund der Schließung der Kulturhalle unter erheblichen zusätzlichen Kosten ertüchtigt werden, damit sie als Ausweichort für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden darf. „Wir werden Akteneinsicht bei der Stadt nehmen, um aufzuklären, wie es zu dieser Affäre kommen konnte“, betonte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Schaidt, Herbert Hauck. „Der Handlungsbedarf muss der Stadt seit den Begehungen mit dem Kreis 2010 und 2011 klar gewesen sein – hier wurde aber schlicht nichts gemacht.“ Der gleichzeitigen Nutzung der Sporthalle für Vereinssport und kulturelles Leben sehen die Teilnehmer der Ortsbegehung mit größter Skepsis entgegen – insbesondere Aufbauarbeiten werden absehbar die Trainingsmöglichkeiten einschränken, ein Ausweichen auf andere Hallen oder terminliche Anpassungen wurden als unausweichlich gesehen.

Die weitere Vorgehensweise für die Ortsumgehung Schaidt war ebenfalls ein Thema. Der Landesbetrieb Mobilität in Speyer wird bis Ende 2015  zwei bis drei Varianten erarbeiten und anschließend dem Ortbeirat vorstellen. „Wir werden weiterhin eine Ortsumgehung anstreben, aber auch gleichzeitig verkehrsberuhigende Maßnahmen ins Auge fassen“, so Hauck.

Der Besuch der sanierten Bildeiche bildete den Schlusspunkt der Begehung. Großes Lob fand die von Ortsvorsteher Kurt Geörger, dem Pfälzerwaldverein und ehrenamtlichen Helfern durchgeführte Sicherungsmaßnahme.