Die Sanierung des Altorts Wörth ist für die SPD eines der drängendsten lokalpolitischen Themen. Ortsvorsteher Roland Heilmann und Dr. Dennis Nitsche, Vorsitzender des SPD- Stadtverbands, begrüßen, dass die Stadt das Thema nun immerhin aufgegriffen hat und Mittel für die Sanierung in den Haushalt 2015 eingestellt hat. „Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich Bewegung gibt“, erkennt Roland Heilmann einen ersten Lichtblick. „Skeptisch bin ich aber hinsichtlich der Höhe der bereitgestellten Mittel.“
Nicht einmal 400.000 Euro sollen die Maßnahmen in 2015 kosten – das erscheint viel für bloße Planungsausgaben, aber verschwindend wenig für eine echte Sanierung. „Wir werden das Thema weiterhin auf der Agenda halten“, betont Dr. Nitsche. „Es darf nicht sein, dass nur kleinere Ausbesserungsmaßnahmen in der Ottstraße durchgeführt werden. Der Altort braucht nichts weniger als eine umfassende Ortssanierung. Einzelaktionismus ist dabei nicht ausreichend – es muss ein tragfähiges, mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiertes Gesamtkonzept her“.
Gründlichkeit geht der SPD dabei vor Geschwindigkeit. Zudem wünscht sich die SPD, dass Vorschläge aus der Bürgerschaft eingebracht werden können. „Unser Ziel muss es sein, gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg das Beste für den Altort zu tun“, lädt Dr. Nitsche zum konstruktiven Dialog ein. „Es darf nicht passieren, dass gute Vorschläge vom Tisch gewischt werden, nur weil sie von anderen eingebracht werden.“ Die Vielfalt der Ideen und Entwürfe sollte öffentlich diskutiert werden, in Bürgerversammlungen sollte der Öffentlichkeit berichtet werden. Keinesfalls sollte die Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
Es reicht nicht aus, wenn Verwaltung einen Sanierungsplan erstellt und dann ohne weitere Diskussion umsetzt. Die SPD will die politische Kultur in Wörth verändern, sodass Projekte den Bürgern nicht einfach übergestülpt werden. Die Bürgerinnen und Bürger sollen mitwirken und müssen gehört werden – damit der Wörther Altort wieder einen lebendigen, attraktiven und lebenswerten Ortskern erhält.
Roland Heilmann und Dr. Dennis Nitsche