In der Aktion „Mach Dein Upgrade – Wörth 2.0!“ der SPD Wörth haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene ihre Vorschläge und Ideen eingebracht. Mit Smartphone, über Online-Kommentare und über Email wurden Vorschläge quer durch das Spektrum an städtischen Themen eingereicht.
„Besonders häufig haben die Jugendlichen bemängelt, dass es kaum Angebote für die Freizeitgestaltung in Wörth gibt“, fasst Casandra Keipert, Mitglied des Jugendteams der SPD, die Beiträge zusammen. Orte zum Treffen und sich unterhalten wie Cafés oder Kneipen, aber auch Konzerte oder Partys für Junge fehlen weitgehend. Die Jugendlichen wissen nicht, wohin sie abends oder an Wochenenden gehen sollen. Peter Poreba vom Jugendteam fügt hinzu: „Wenn sich die Jugendlichen dann aus purer Not in Parks treffen, kann es zur Störung der Anwohner kommen – wir müssen den Jugendlichen daher Räume geben, wo sie sein dürfen und sich entfalten können.“ „Es geht nicht, überall zu sagen „Ihr stört“ und keine Alternativen zu bieten“, ergänzt Thomas Kretzschmar vom Jugendteam.
Die eingereichten Vorschläge wurden in einem Workshop am 12. April zusammengefasst und konkretisiert. Die wichtigsten Ergebnisse sind zusammengefasst (Hinweis: nicht für alle der genannten Vorschläge besitzt die Stadt die Zuständigkeit; die Vorschläge und Ideen richten sich daher teilweise auch andere Akteure wie Kreis, Verkehrsverbund und andere.):
Freizeit:
- Öffnung des Skaterparks am Badepark (mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt)
- Anlage eines Fahrrad-Cross-Parks (BMX-Strecke) für kleinere und größere „Abenteuer-Radler“ (Vorschlag von 21 Kindern aus Schaidt!)
- Erneuerung der Spielplätze und Umbau zu Erlebnisspielplätzen (auch für Jugendliche und Erwachsene)
- Entwicklung eines Ortskerns mit Erlebniswert durch Cafés, Kneipen, Billard, Musikclub, mehr Abendveranstaltungen im Jugendtreff oder ähnliches
- regelmäßiges Stadtfest in wechselnden Ortsteilen
- Beibehaltung von Faschingsumzügen mit eingeschränktem Alkoholkonsum/Kontrollen
- Schaffung einer öffentlichen Grillhütte in Maximiliansau
Busse & Bahnen, Verkehr:
- Verbindungen abends um am Wochenende verbessern, auch in die umliegenden Verbandsgemeinden (Herxheim, Jockgrim, Kandel)
- Aufnahme eines Stadtbus-Angebots, der tagsüber und abends die Ortsteile miteinander verbindet und S-Bahn-Haltestellen anfährt, Transfermöglichkeiten von/zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Ortszentrum, auch abgelegene Wohngebiete anbinden
- Ausbau der Straßenbahn/S-Bahn-Haltestellen mit wettergeschützten Wartehäuschen
- klare Aufteilung der „Spielstraße“ am Dorschberg mit von Spielgeräten abgegrenztem Radweg
Wohnen:
- Förderung sozialen Wohnungsbaus, um auch Geringverdienern/Berufseinsteigern preiswerten Wohnraum bieten zu können
- Reduzierung der Geruchsbelästigung in Maximiliansau
Arbeit:
- Verbindung von aufsuchender Sozialarbeit mit Berufsförderung in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen (Praktika) um Jugendlichen ohne Bildungsabschluss/mit ausbaufähigen Qualifikationen eine Perspektive zu eröffnen
„Die Aktion war ein sehr erfolgreicher Anfang“, bewertet Dr. Katrin Rehak, SPD Online-Beauftragte, die Aktion. Die SPD plant daher, die Jugendlichen regelmäßig zu Wort kommen zu lassen. Die Internetseite www.upgrade-woerth.de soll ein offenes, dauerhaftes Forum bleiben für Jugendliche und junge Erwachsene. „Wir möchten die eingereichten Vorschläge und Ideen auch für andere Parteien zugänglich lassen, denn es geht uns darum, die Jugend einzubinden und ihre Bedürfnisse an ihr Lebensumfeld so weit möglich umzusetzen“, lädt Dr. Dennis Nitsche, Vorsitzender des SPD Stadtverbands die anderen Parteien ein. „Auch wenn aktuell der Wahlkampf anläuft, muss es gemeinsames Ziel sein, die Stadt attraktiver zu machen für Jugendliche und junge Erwachsene. Es geht nicht darum, nur die Jugendlichen in der eigenen Parteien zu hören, wir müssen ein offenes Ohr für die Jugend in der Stadt insgesamt haben.“
Dr. Dennis Nitsche, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands