Wintergespräch der SPD in Schaidt: Kulturhalle, Wohnraum und Gesamtverkehrskonzept

Veröffentlicht am 02.02.2018 in Allgemein

In Schaidt beim Wintergespräch des SPD Stadtverbands am 1. Februar wurden viele Themen, die den Ortsbezirk betreffen angesprochen. So gaben die Entwürfe zur neuen Kulturhalle Grund zum Lob für die Verwaltung. Daneben wurden die Wohnraumsituation und die prekäre Verkehrssituation als Dauerbrenner ebenfalls ausführlich beraten. [Lesen Sie hier weiter]

 Der Vorsitzende des SPD Stadtverbands, Mario Daum, begrüßte die Bürgerinnen und Bürger in Schaidt zum Wintergespräch und ging zugleich auf die aktuellen Themen ein. Dauerthemen seien die prekäre Verkehrssituation sowie die angespannte Lage in Sachen Wohnraum. Ortsvorsteher Kurt Geörger nahm in seinem Beitrag Stellung zu den Ankündigungen des Verkehrsministeriums, die Option einer Ortsumgehung nochmals durch den Landesbetrieb Mobilität im Jahr 2018 zu prüfen. „Wir begrüßen es, dass wieder Bewegung in dieses Thema kommt, das uns nun so viele Jahre leidvoll begleitet. In die Prozesse werden wir uns, wie in der Vergangenheit auch, sehr aktiv einbringen!“ Neben der Ortsumgehung gehe es laut Geörger aber auch darum, innerörtlich mit verschiedenen Verkehrsmaßnahmen eine gewisse Beruhigung zu erfahren. Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche griff diesen Punkt auf und verwies darauf, dass im städtischen Nachtragshaushalt Mittel für ein Verkehrsgutachten eingestellt seien. Gleichwohl merkte Nitsche an, dass auch verkehrsberuhigende Maßnahmen nicht die Gesamtzahl der Autos reduzieren können. „Wir erhoffen uns aber graduelle Verbesserungen, vor allem im Bereich des Bürgerhauses. Mit Blick auf die Untersuchung zur Ortsumgehungen betonte Nitsche, dass die Stadt aktiv mitwirken wird.

In Bezug auf die Wohnraumsituation gab es vor kurzem einen deutlichen Wandel in der Landesplanung. Einer neuen Untersuchung der Metropolregion Rhein-Neckar zufolge werden in Wörth am Rhein bis 2030 zusätzlich 750 Wohneinheiten benötigt. „Nach dieser Prognose wird der Stadt ein Bevölkerungswachstum von rund 1.500 Menschen bevorstehen,“ verdeutlichte Nitsche. Perspektivisch müsse man sich in Schaidt Gedanken machen, wo ein Neubaugebiet entstehen könne. „Die innerörtliche Nachverdichtung stockt, die Grundstücksbesitzer wollen freie Grundstücke nicht verkaufen und die Stadt könne sie nicht zwingen,“ fügte der Bürgermeister hinzu. Geörger unterlegte den Bedarf: „Es liegen mehr als 15 Anfragen von jungen Paaren oder Familien vor, die gerne in Schaidt bauen würden. Aber solange niemand ein Grundstück verkauft, gibt es derzeit leider keine Möglichkeit.“

Am Rande wurde ebenfalls der Abriss der alten Kulturhalle angesprochen, der bereits in der vorherigen Ortsbeiratssitzung behandelt wurde. Zum Bau der neuen Kulturhalle wurde aus dem Kreis der Ortsbeiräte bemerkt: „Wir kritisieren ja immer gerne, aber nun muss man auch mal sagen, dass die Entwürfe der Bauabteilung gelungen sind. Wir bekommen eine schöne Halle!“ Geörger fügt hinzu: „Es war auch für den Arbeitskreis, die Vereine und die Ortsbeiräte keine einfache Zeit. In den zwei Jahrzehnten hat man viele Ordner mit Papier gefüllt und manches Mal an seine Grenzen gestoßen. Aber umso größer ist nun die Freude, dass die Pläne mit großer Unterstützung der Verwaltung und unseres Bürgermeisters nun zeitnah, sorgfältig und zu unserer Zufriedenheit gelungen sind. Die Erleichterung ist groß, wir bekommen eine schöne funktionale Halle für unsere Gemeinschaft. Dafür sind wir auch sehr dankbar!“

Ferner wurde der Breitbandausbau angesprochen, der aktuell von der Deutschen Telekom vorangetrieben wird. Es gibt hier die Zusage, dass in ganz Schaidt Datenraten mit mindestens 50 Mbit/s möglich werden. Je näher am Verteilerkasten, desto schneller läuft das Internet. Weitere Themen waren das Industriegebiet, das Partnerschaftsjubiläum mit Geltendorf, das Naturschutzgroßprojekt, Kreisstraße 23 und der Versuch mit den Parkbuchten in der Speckstraße.

Ortsvorsteher Geörger bedankte sich zum Abschluss bei Bürgermeister Nitsche für die vielfältige Unterstützung und den Einsatz der Verwaltung. „Seit 2004 bin ich Ortsvorsteher von Schaidt, aber erst seit Sommer 2016 habe ich das Gefühl, dass die Verwaltungsspitze ein richtiges Interesse an den Themen hat, die der Ortsbeirat und ich als Ortsvorsteher an sie herantragen – hierfür herzlichen Dank!“ 

 
 

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